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Fritz Rossmann

Keramik

von Wolf Matthes

 

 

Fritz Roßmann stammt aus der Steinzeugestadt Frechen. Steinzeug ist sozusagen auch ein väterliches Erbe, und er hat in einer traditionellen Steinzeugwerkstatt im Westerwald gelernt. Aber seine Steinzeug- und Porzellanformen sind alles andere als traditionelle Reproduktionen gewohnter Gebrauchskeramik – dazu ist er viel zu neugierig auf eigene Entdeckungen, z. B. auf das genaue Beobachten und Aufspüren, was denn bei komplexen Verformungsvorgängen in mehr oder weniger plastischen tonigen Massen passiert, und herauszufinden, wie die dadurch im Material entstehenden Spuren nicht etwa geglättet oder vertuscht, sondern nach Möglichkeit zu erhalten sind und für gestalterische Zwecke genutzt werden könnten. Die ist ein auch von anderen Keramikern heute aktuelles Vorgehen, das jedoch stets eine ganz individuelle Ausprägung bekommt. Bei Fritz Rossmann kommt aber noch etwas anderes hinzu, was Bert Brecht 1954 so prägnant in nur zehn Worten formulierte:

 

Das heute geht gespeist durch das gestern in das Morgen. Eine Binsenweisheit – aber sie beschreibt treffend die Arbeitsweise und Denkart, mit der Fritz Rossmann aus seinem traditionellen Beruflichen Hintergrund heraus seine Formen und Oberflächen zu finden versucht. Es war nie sein Ziel, vorbildliche Formen der Vergangenheit oder anderer Kulturkreise zu wiederholen oder zu adaptieren.; aber er möchte das, was unsere Bewunderung historischer Keramik ausmacht – sei es nun eine wunderbare Glasurfarbe auf alten chinesischen Gefäßen der Song-Zeit oder die Finger- und Werkzeugspuren an kretischen Pithoi oder die verwitterte Engobenmalerei der berühmten Kamares-Ware von Phaistos oder der elegante Schwung im Formverlauf römischer Gefäßkeramik des dritten Jahrhunderts oder die Scherbentexturen und –farben mediterraner Amphoren – in seine heutigen, zeitgemäßen Arbeiten aufnehmen und als ästhetisches Mittel verwenden. Er sagt selbst: Meine Gefäße sind stark gegliederte Interpretationen traditioneller Formen. Das „Spielen“ mit den technischen Möglichkeiten der Formgebung und Oberflächenbehandlung ist Mittel zum Zweck, nämlich nicht in eine ständige Wiederholung des Gekonnten, Bewährten, Altbekannten zu verfallen; es ist auch Freude am Tun, am Entdecken des noch nicht Bekannten, am Einüben des noch nicht Beherrschten, Freude am handwerklichen Abenteuer.

 

Verbunden ist diese Arbeitsweise mit der Freude an der perfekten Beherrschung der sehr traditionellen Formgebungstechnik des Freidrehens auf der Scheibe. Die überwiegende Nutzung dieser Technik ist nicht nur wirtschaftlich vernünftig, sondern gibt ihm eine enorme Freiheit in der unmittelbaren Verwirklichung momentaner Einfälle und Variationen, was den Eindruck großer Lebendigkeit trotz strenger Formen sofort wirksam macht, wenn der Drehvorgang, das Rotieren de Materials um eine zentrale, wiewohl nicht sichtbare Achse an den Oberflächenspuren erkennbar bleibt. Beim anfänglich oft zweckfreien Spielen mit dem Ton und dem Begreifen und Erspüren der „charakteristischen Eigenschaften des Materials Erde“ entstehen nicht nur reizvolle, meist ganz natürlich wirkende Texturen und Oberflächen, sondern manchmal auch ganz freie Formen, Zufälliges, abstrakt Figürliches ohne gezielt gewollte Bedeutung – also nicht bewusst erarbeitete Dinge für einen bestimmten Käufer -  die danach sowohl in Oberfläche als auch Form Ausgangspunkt sein können für neue Wege bei den Gefäßen.

Fritz Rossmann´s Dancing Vessels

The first reaction that one has in front of Fritz Rossmann's work is an impression of lively movement. His spinning-top vessel forms dance within their own space. Magically, as the observer's eye travels around the form, the perfectly controlled shape of each piece achieves balance and harmony. The artist has gained recognition both in his own country and internationally for his stoneware and porcelain vessels conical shapes which, as result of the sense of motion contained in them, recall childhood memories.
Rossmann's work relies on the historical language of the vessel form. He has had a long term interest in the traces of history seen in vessels and hag specific admiration for the Egyptian and Greek amphorae. The appreciation for these forms goes back to his first visit to the Museum ofModem Art in New York City. "That form hag followed me all my life...Egyptian pots, their throwing lines... the beauty of forms devel oped thousands of years ago. "
For Rossmann, the creative force of the piece lies equally in the response to the form, the past and the artist' s skills. Over years of searching different shapes, he has always returned to the conical share and this now has become his signature. The form has grown within himself and is a conscious element of his artistic expression. As a consequence of this, one witnesses a work of art that has an expressive language which changes as it responds to the variation of melodies.
During the past few years, the artist's work has changed and made dramatic developments. Still based on the simple idea of a thrown cone, he is now pursuing the concept of perfection of beauty. But this time the vessel dares to lose that perfection in order to garn perfection within imperfection. He says: "During the 1980s, German ceramics concentrated on the perfection of the form. Now, for me, the concern is not with making ideal forms, it is about allowing the viewer to find beauty in what, on first impression, does not appear to be completely perfect. It is this that I now understand as perfection."
Minimal and contemporary in concept, his vessels relate to the balance of internal and external volumes, colour and form in a dynamic spare. New processes allow Rossmann to successfully express this idea. Continual research and experimentation is central to his work. In some pieces, he combines vibrant colours with black used as a frame. "In those cases the black rim frames the piece, giving a shiny resonance to the form and coloured surface. Conversely, the black colour is the quiet part of the stoneware and porcelain vessels, a place for rest."
Rossmann feels that it is essential to spend time on the development of new ideas. Reaching beyond conventional approaches, his recent practice has involved ambitious shapes. Ideas expressed on movement, balance, tension and rhythm, combine harmonies on a living form series that complement each other, like a ballet of dancing forms. In exploring how imperfection becomes perfection and vice versa, he transforms shifting textures and shapes into dancing atmospheres.

Elisa Quiaro

 

Quelle: Ceramics: Art and Perception No. 37, 1999

fritz rossmann